Allgemeine Informationen

 

Informationen zu dehydrierten Nahrungsmitteln & Lebensmittel Haltbarkeit

Der Gefriertrocknungsprozeß

Lebensmittel zu Trocknen ist die älteste Form zur Erhaltung von Nahrungsmitteln. Vor Jahrhunderten entdecke man, daß wenn man frisch geerntete Lebensmittel in der Sonne trocknete, diese nicht verdarben, sondern jahrelang haltbar wurden. Man verzehrte sie im Winter, wenn die Lebensmittelversorgung nicht die Beste war. Später wurde entdeckt, daß durch zusätzliches Erhitzen der Trocknungsprozeß schneller und effektiver wurde. Heute gibt es neue und fortschrifttlliche Wege, Lebensmittel haltbar zu machen: Lebensmittel gefriertrocknen oder auch die Vakuumverdampfung. Das garantiert eine längere Haltbarkeit als jede andere Konservierungsart.

Einfach gesagt funktioniert das so:

Es werden nur ausgesuchte und beste Lebensmittelprodukte für den Gefriertrocknungsprozeß ausgewählt. Alles unterliegt einer strengen Qualitätskontrolle und amtlicher Aufsicht. Frische oder gekochte Gerichte werden dann schockgefroren, um den frischen Geschmack, die Farbe, Struktur und vor allem die Nährwerte zu erhalten. Das gefrorene Produkt kommt dann in eine spezielle Vakuumkammer, in der das Eis in Gasform umgewandelt und der Nahrung entzogen wird. Danach hat die Ware bis zu 90 % ihres Gewichts und zw. 30 - 90 % ihres Volumens verloren und wird dann in luft- und wasserdichten Spezialdosen abgepackt. Bei der Abfüllung wird in den Dosen ein Vakuum gezogen und der Sauerstoff wird durch Stickstoff ersetzt. Danach werden die Dosen dicht verschlossen. Die Qualität und Frische der Speisen bleibt somit jahrelang erhalten. Wird der Prozeß umgekehrt und der gefriergetrockneten Nahrung heißes Wasser (in Notfällen auch kaltes Wasser) zugegeben, so erhalten wir wieder den ursprünglichen Zustand. Das Gefriertrocknen von Lebensmittel garantiert eine längere Haltbarkeit, als jede andere Konservierungsart.

Verpackung für die Langzeithaltbarkeit

Die größten Gefahren für getrocknete bzw. gefriergetrocknete Lebensmittel sind

Feuchtigkeit und Sauerstoff. Beides gemeinsam führt durch die Oxydation dazu, daß sich die Lebensmittel hinsichtlich Geschmack und Geruch verändern. Für die Langzeitlagerung ist es erforderlich, daß die Lebensmittel unter möglichst geringem Feuchtigskeits- oder Sauerstoffgehalt in festen Behältern abgepackt werden. Deshalb wird den Dosen bei der Abfüllung der Sauerstoff entzogen und gegen Stickstoff ersetzt. 79 % unserer Atemluft besteht aus Stickstoff! Der Zweck der Verpackung unter Stickstoffatmosphäre ist, die Oxydation von gewissen Komponenten in der Nahrung zu verhindern. Behälter, wie z.B. Flaschen oder Plastikbeutel - wie man sie im Haushalt verwendet, können den niedrigen Stauerstoffgehalt nur einige Tage halten und sind somit nicht geeignet. Dosen mit einem Restwert von weniger als 2% Sauerstoff halten diesen Wert auf Jahre. Eine zuverlässig versiegelte Metalldose bietet somit immer noch die beste Sicherheit hinsichtlich Langzeitlagerung!

Lagerungstemperaturen

Das Verhältnis zwischen Temperatur und Veränderung der Ware ist eine grundsätzliche Sache der Chemie und bezieht sich nicht nur aus gefriergetrocknete Nahrungsmittel. Je niederiger die Temperatur, je niedriger ist auch die chemische Reaktion und somit auch die Veränderung der Ware.  Optimal ist es, die gefriergetrocknete Lebensmittel an einem kühlen und trockenen Platz zu lagern -bei Zimmertemperatur oder niedriger. 

Lagerplätze mit Temperaturen über 30 Grad C, wie z.B auf Dachböden , sollte man aus diesem Grund eher vermeiden, da sich der  Geschmack und einige hitzempfindliche Nährwerte , möglicherweise schneller verändern können. Wenn möglich sollte man ständig wechselnde, große Temperaturschwankungen vermeiden. Bei Kurzzeitlagerung (2-3 Jahre) gibt es damit ohnehin kein Problem, auch nicht bei großen Temperaturunterschieden. 

Aus lebensmittelrechtlichen Gründen wird beispielsweise das Dosenbrot nur mit 2 Jahren Haltbarkeit abgestempelt, obwohl dieses nachweislich sehr lange haltbar bleibt. Ein Beispiel: Dosenbrot, welches 1962 (während der Kubakrise) eingelagert wurde, war nach regelmäßig durchgeführten Langzeittests sogar noch im Jahr 1995 (also 33 Jahre später) in einwandfreiem Zustand.

Das europäische Brotmuseum Ebergoetzen bei Göttingen hatte einmal Dosenbrot aus dem zweiten Weltkrieg untersucht und dies war nach mehr als 50 Jahren noch essbar! Obwohl es beim Dosenbrot die längste Erfahrung gibt darf dies nur mit 2 Jahren Haltbarkeit abgestempelt werden und ein Grund dafür dürfte wohl auch darin liegen, daß das Militär (Großabnehmer) dieses Brot dann immer wieder nachbestellt. Durch unterschiedliche Lebensmittelrechte in den Herstellungsländern dürfen wir z.B. unsere Dosen nur mit 15 Jahren abstempeln; das neue BP - WR wird vom Hersteller derzeit mit 5 Jahren abgestempelt, bis die Langzeittests vorliegen.

Bei Einhaltung der Lagerhinweise kann man von einer Mindesthaltbarkeit der Lebensmittel von 15 Jahren ausgehen. Tatsächlich dürfte diese jedoch zw. 20 - 25 Jahren liegen! Laufende Versuche und regelmäßige Tests bestätigen wissenschaftlich die extrem lange Lagerfähigkeit dieser Produkte und derzeit gibt es kein besseres Verfahren für die Langzeithaltbarkeit von Lebensmitteln.

Alle Produkte unterliegen einer strengen Qualitätskontrolle, amtlicher Aufsicht bei der Produktion, und es werden nur hochwertigste und biologisch einwandfreie Rohstoffe verwendet. Die Auswahl und Zusammenstellung erfolgte nach ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen - d.h. Schwerpunkt wurde auf eine ausgewogene Zusammensetzung an notwendigen Vitaminen, Kohlehydraten, Eiweiß, Fett und Ballaststoffen gelegt. Die Speisen sind mild gewürzt und weitgehend für jedermann geeignet; im Rahmen der Broteinheiten auch für Diabetiker.